Neckertaler Alphornmesse

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„Tradition und Innovation“ - unter diesem Motto stand die zweite Neckertaler Alphornmesse, welche am Sonntag, 10. September 2017, in der Sonnenberghalle in Oberhelfenschwil stattfand.
Text: Monika Schwitter / Fotos: Martin Lendi
Vor mehr als einem Jahr wurde Dänu Wislers Alphornmesse in Brunnadern uraufgeführt. Das enorme Echo und die positiven Rückmeldungen veranlassten die Kirchgemeinde Unteres Neckertal und den Komponisten Dänu Wisler, eine weitere Aufführung in Angriff zu nehmen. Diesmal sollte sie unter freiem Himmel stattfinden… ein Alphorn-Openair! Das Wetter vom Sonntag verunmöglichte dies allerdings und so musste in die Turnhalle Oberhelfenschwil ausgewichen werden. Trotzdem fanden zahlreiche Zuschauer den Weg zu diesem speziellen Ereignis. Die rund 400 Besucherinnen und Besucher liessen sich von Wislers Klängen verzaubern. Mal tönte das Alphorn poppig, dann wieder urchig und sehr urtümlich, mal tönte es mittelalterlich. Wisler schafft es, die traditionellen Alphornklänge in moderne Arrangements mit Geige, Gitarren, Gesang, Bass und Schlagzeug einzubetten und Neues zu schaffen. Beispielsweise beruht ein Stück auf einer 500 Jahre alten Komposition von Ulrich Zwingli. Dieses wird unter anderem mit dem Trumscheit gespielt, einem alten – fast vergessenen – Instrument.
Die Musik stand an diesem Sonntag im Mittelpunkt. Es war faszinierend zu sehen, wie die verschiedenen Musiker und Musikerinnen der Alphornmesse Leben einhauchten und das Werk mit einer Leichtigkeit und einer Virtuosität aufführten, die berührte. Besonders war auch, dass Lisa Stoll, die bekannte Alphornsolistin, mitwirkte.
Nach dem Gottesdienst war der Anlass nicht zu Ende. Die Organisatoren hatten eine Festwirtschaft auf die Beine gestellt, die die Besucherinnen und Besucher kulinarisch verwöhnte. In und um die Turnhalle konnte gegessen, getrunken und zusammen gesessen werden. Aus dem Gottesdienst wurde ein gemütliches Beisammensein. Und auch mit der Musik ging es weiter. Auf der Bühne gaben verschiedene Alphornbläser ihr Können zum Besten, darunter Lisa Stoll, welche mit einem bunten Mix aus Ländler, Swing und traditionellen Klängen begeisterte. Ein weiterer Höhepunkt war das Zusammenspiel von über 50 Alphornbläsern, darunter Kinder, jung und alt, Einheimische und selbst ein Iraner. Diese formierten sich draussen auf der Wiese und begeisterten die Zuhörerinnen und Zuhörer mit klassischen Alphornklängen.
Dänu Wislers Vision, ein musikalisch-poetisches Gesamtwerk zu erschaffen, welches als Gottesdienst gefeiert oder als Kulturveranstaltung genossen werden kann, hat sich sicherlich erfüllt und der Wunsch besteht, Kirche noch öfters in einem solchen Rahmen stattfinden zu lassen.

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Johannes Läubli
Verantwortlich für diese Seite: Johannes Läubli
Bereitgestellt: 09.11.2017